Schadenbeispiele Bereich Heizungsbau
Sachschäden
Zur Erleichterung von Schweißarbeiten auf einem Werksgelände waren
zwei Mitarbeiter einer Rohrleitungsbaufirma mit ihrem Kleinlaster - in dem sich
Gasflaschen, Werkzeug usw. befanden - bis an die Arbeitsstelle in einem Rohrgraben
herangefahren. Während der Arbeiten kam es plötzlich aufgrund mangelhafter Wartung von
Armaturen und Geschirren an den Gasflaschen zu einem Rückschlag der Gasflamme. Der Lkw
geriet in Brand, die Gasflaschen explodierten, einer der beiden Mitarbeiter wurde von den
Trümmern des berstenden Kfz erschlagen und ein Gebäude durch umherfliegende Teile und
die Druckwelle schwer beschädigt.
Die Sachschäden an dem Eigentum der Rohrleitungsbaufirma (der Lkw und dessen Inhalt)
fielen als Eigenschäden nicht unter den Versicherungsschutz der
Betriebs-Haftpflichtversicherung. Infolge Vorliegens grober Fahrlässigkeit konnte im
übrigen die Berufsgenossenschaft den Unternehmer wegen des tödlichen Arbeitsunfalles
seines Mitarbeiters in Regreß nehmen.
Regreßforderung
Die Mitarbeiter eines Haustechnikunternehmens führten Schweißarbeiten
auf dem Dachboden eines Wohngebäudeneubaues aus. Dabei entzündete sich Isoliermaterial
hinter einer Holzverkleidung an dem trotz eingeleiteter Kühlungsmaßnahmen heißen Rohr,
das dort hindurchführte. Es entstand ein Schwelbrand, der sich, von den Männern
unbemerkt, soweit ausbreitete, so daß schließlich der gesamte Dachstuhl in Flammen
stand. Die Dachkonstruktion und das erste Stockwerk des Hauses brannten vollständig aus.
Auch im Erdgeschoß entstand erheblicher Sachschaden durch Löschwasser.
Sachschäden durch allmähliche Einwirkung von Feuchtigkeit
Bei der Planung und Verlegung einer Fußbodenheizung vergaß ein
Heizungsbauer den Einbau von Axialkompensatoren mit der Folge, daß die Heizungsrohre
wegen fehlender Dehnungsmöglichkeiten an mehreren Stellen nach Inbetriebnahme undicht
wurden. Die austretende Feuchtigkeit verursachte erhebliche Sachschäden am
Fußbodenaufbau.